Aktuelle Bitkom-Studie zeigt: Jeder Zweite sieht Sicherheit des Cyberraums gefährdet

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Cyberattacken wie jüngst WannaCry oder der Angriff auf das Netzwerk des Bundestags vor rund einem Jahr zeigen es deutlich: Die Fähigkeit, Angriffe auf Netzwerke und Server abwehren zu können, wird immer wichtiger. Der Schutz des Cyberraums ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, zu der laut Ansicht der Bundesbürger auch die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag leisten sollte. So sagen zwei Drittel (67 Prozent), dass die Bundeswehr in der Lage sein muss, im Internet offensiv zu agieren. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Ebenfalls zwei von drei der Befragten (67 Prozent) finden, dass die Bundeswehr sich so aufstellen muss, dass sie das Land auch im digitalen Raum verteidigen kann. „Die Angriffsflächen werden immer größer, die Angreifer immer professioneller. Wir brauchen im Cyberraum den bestmöglichen Schutz gegen Angriffe von außen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Weiterlesen

Schadsoftware „WannaCry“ infiziert Rechner in über 150 Staaten

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Wie groß die Gefahr eines globalen Cyber-Angriffs ist, zeigt die jüngste Attacke durch die Ransomware „WannaCry“. Ohne Zutun der Nutzer verbreitete sich diese weiter und befiel Computer mit einem Microsoft-Betriebssystem. Betroffen von dem inzwischen gestoppten Angriff waren mindestens 75.000 Rechner in aktuell 150 Ländern, darunter auch zahlreiche europäische Staaten.

Wie auch im Fall „Locky“ blieb Deutschland nicht verschont. So fielen an zahlreichen Bahnhöfen die Anzeigetafeln aus. Der Zugbetrieb selbst war allerdings nicht betroffen. Auch die Regierungsnetze wurden nicht infiltriert, erklärte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière (CDU). Mittlerweile hat das Bundeskriminalamt (BKA) die strafrechtlichen Ermittlungen übernommen. Auch mithilfe des europäischen Polizeiamtes Europol soll geklärt werden, wer hinter der Attacke mit der Verschlüsselungssoftware, die Lösegeld von Nutzern erpressen sollte, steckt.

Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm erklärte zu den Attacken: „Die aktuellen Angriffe zeigen, wie verwundbar unsere digitalisierte Gesellschaft ist.“ Weiterlesen

Studie vorgestellt: Sicherheit in IoT-Lösungen bereitet Sorgen

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Das Internet of Things (IoT) gilt als Schlüsseltechnologie der Digitalisierung. Die Vernetzung einer Vielzahl von Geräten, Steuerungen und Sensoren soll die Automatisierung von Prozessen zum Beispiel in der Industrie 4.0 aber auch bei Smart City-Projekten vorantreiben. IT-Sicherheitsexperten sehen in riesigen Netzwerken mit potentiell schlecht gesicherten Geräten gerade in kritischen Bereichen von Produktion und öffentlichem Leben große Probleme und drängen auf praktikable und Vertrauen schaffende Lösungen.

Auch viele IoT-Entwickler sorgen sich um die Sicherheit ihrer Technologien. Das legen Ergebnisse einer Umfrage nahe, die die Stiftung Eclipse, mit dem IoT Council, dem Ingenieursverband IEEE, und Agile IoT durchgeführt hat. Fast die Hälfte der 713 befragten IoT-Entwickler gab Sicherheit als eine der größten Sorgen bei der Entwicklung von Plattformen und Lösungen für das Internet der Dinge an. Weiterlesen

Alarmierende Zunahme politisch motivierter Cyber-Attacken

Cyberkriminelle haben 2016 mit ihren Aktivitäten eine neue Dimension erreicht. Außergewöhnliche Angriffe wie millionenschwere virtuelle Banküberfälle oder die offenkundig staatlich-induzierten Versuche, den US-Wahlkampf zu beeinflussen, stechen besonders hervor. Das zeigt die 22. Auflage des Internet Security Threat Report (ISTR) von Symantec (NASDAQ: SYMC). Der jährlich erscheinende Bericht bietet einen umfassenden Überblick über die weltweite Bedrohungslandschaft. Er gibt zudem ausführliche Einblicke in globale Angriffsaktivitäten, Trends im Bereich Cyberkriminalität und die Motivation der Angreifer.

Auf dem Münchner Cyber Dialog 2017 wird Michael Hartmann, Vice President Field Sales Central Europe von der Symantec Deutschland GmbH, mit seiner Keynote Einblicke in die Realität des globalen Cyber-Kriegs geben und den von Symantec erstellten Sicherheitsreport vorstellen. Dieser zeigt, wie einfachste Methoden bisher beispiellose Folgen haben. So enthielt beispielsweise eine von 131 E-Mails bösartige Links oder Anhänge. Dies ist der höchste Wert in den letzten fünf Jahren. In Deutschland ist sogar 1 von 94 E-Mails betroffen. Weiterlesen

Studie zur IT-Sicherheit bei Kritischen Infrastrukturen

Die IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen ist bedroht. Eine große Anzahl der KRITIS-Betreiber mussten im letzten Jahr Angriffe verzeichnen. Die Betreiber investieren viel in die IT-Sicherheit und schätzen ihre Fähigkeit Angriffe abzuwehren als hoch ein. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von Prof. Ulrike Lechner mit ihrem Team des Forschungsprojekts „Vernetzte IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen“ an der Universität der Bundeswehr München. Prof. Lechner möchte mit ihrer Forschung die Gesellschaft und Politik für die möglichen Konsequenzen von erfolgreichen IT-Angriffen sensibilisieren und auch IT-Lösungen zur Bekämpfung von Angriffen finden.

Bei den Angriffen auf KRITIS-Betreiber kommen die bekannten Arten von Schadsoftware wie Denial of Service oder Spam zum Einsatz aber mit Ransomware auch eine neue Bedrohung. Dies sind Schadprogramme, mit deren Hilfe ein Eindringling eine Zugriffs- oder Nutzungsverhinderung der Daten sowie des gesamten Computersystems erwirkt. Bemerkenswert ist, dass bei den KRITIS Bedrohungen durch Innentäter zu verzeichnen waren, während hochprofessionelle Angriffe kaum verzeichnet werden konnten. Weiterlesen

Neue VDMA-Studie: Kein Thema bewegt den Maschinenbau mehr als Industrie4.0

Als wichtige Erkenntnis geht aus der Erhebung hervor, dass insbesondere der Bedarf an Informatikern, Informatikingenieuren und Elektroingenieuren in Zukunft enorm ansteigen wird. Durch die zunehmende Digitalisierung werden diese Fachkräfte immer wichtiger. Dies bestätigte auch VDMA-Präsident Carl Martin Welcker: „Kein Thema bewegt den Maschinenbau mehr als Industrie4.0.“

Die deutschen Maschinenbauer werden in den kommenden Jahren auch insgesamt verstärkt auf Personalsuche gehen müssen. Nach einer Erhebung des Branchenverbands der Maschinenbau-Firmen Deutschlands VDMA, müssen bis 2025 rund 32.000 Stellen neu besetzt werden. Insbesondere ab dem Jahr 2020 ist laut der Studie mit steigendem Personalbedarf zu rechnen, da die geburtenstarken Jahrgänge dann in Rente gehen.

Zusätzlich gibt rund die Hälfte der 400 befragten Firmen an, allein in den kommenden fünf Jahren einen steigenden Bedarf an Ingenieuren zu erwarten..

Insgesamt 41 Prozent der Unternehmen hatten offene Stellen für dual ausgebildete Fachkräfte, Facharbeiter oder Techniker. Seit der letzten Erhebung 2013 hat sich dieser Wert um 10 Prozentpunkte weiter erhöht. Weiterlesen

IT-Sicherheit, Cloud Computing und Internet of Things sind Top-Themen des Jahres in der Digitalwirtschaft

IT-Sicherheit und Cloud Computing sind die wichtigsten Themen für die Digitalwirtschaft im Jahr 2017. Es folgen das Internet of Things sowie Industrie 4.0 auf den weiteren Plätzen. Aufsteiger des Jahres ist das Thema Künstliche Intelligenz. Das hat die jährliche Trendumfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben. Demnach nannten zwei von drei Unternehmen (67 Prozent) das Thema IT-Sicherheit als einen der maßgeblichen Technologie- und Markttrend des Jahres. „IT-Sicherheit wird noch wichtiger, weil im Zuge der Digitalisierung immer mehr kritische Systeme wie Fahrzeuge, Medizintechnik oder Maschinen digital vernetzt werden“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Gleichzeitig werden die Angriffe krimineller Hacker immer raffinierter. Mit den normalen Sicherheits-Tools wie Virenscannern oder Firewalls kommen die Unternehmen oft nicht mehr aus.“ Weiterlesen

IT-Mittelstand bleibt auf Wachstumskurs

Bitkom hat erneut den IT-Mittelstand gemeinsam mit renommierten Experten analysiert. In der neuen Ausgabe des Bitkom-Mittelstandsberichts werden Schwerpunkte, Leistungsfähigkeit und Herausforderungen des IT-Mittelstands in Deutschland abgebildet.

Der IT-Mittelstand bleibt Wachstumstreiber der digitalen Wirtschaft. Innerhalb eines Jahres konnten die mittelständischen IT-Unternehmen ihren Umsatz in Deutschland um 8 Prozent auf 62 Milliarden Euro steigern. Damit fällt die Bilanz deutlich positiver aus als bei den Großunternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten, die ein Minus von zwei Prozent verzeichneten. Gleichzeitig legte die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im IT-Mittelstand mit 10 bis 499 Mitarbeitern um rund 5 Prozent auf 413.733 zu. Das geht aus dem neuen IT-Mittelstandsbericht vor, den der Digitalverband Bitkom heute vorgestellt hat. „Die überdurchschnittlichen Wachstumszahlen im IT-Mittelstand unterstreichen die bedeutende Rolle, die mittelständische Unternehmen für die Bitkom-Branche und die deutsche Wirtschaft insgesamt spielen“, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Dirk Röhrborn. Weiterlesen

Hackerattacke bei ThyssenKrupp

Quelle: © thyssenkrupp AG

Der Industriekonzern ThyssenKrupp ist Ziel einer groß angelegten Hackerattacke geworden. Es ist der erste Angriff, den ein deutsches Großunternehmen öffentlich zugibt. Einer straff organisierten Cyberbande ist es im Frühjahr gelungen, in das weltweit verzweigte Unternehmensnetz von Thyssenkrupp einzudringen und wollte insbesondere in den beiden Geschäftsbereichen Industrial Solutions und Steel Europe technologisches Know-how und Forschungsergebnisse stehlen. In der auf den Bau von Großanlagen spezialisierten Sparte Industrial Solutions waren demnach mehrere Standorte in Europa, Indien, Argentinien und den USA betroffen. Weiterlesen

Deutsche Maschinenbauer: Mit Digitalisierung gegen Absatzsorgen

180x208_call_to_action_publikationenDie Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau bleibt auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres verhalten. Nach einem deutlichen Einbruch zu Jahresbeginn blickt zwar wieder etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (54 Prozent) optimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Mit Blick auf die für die Branche so wichtige Entwicklung der Weltwirtschaft bleiben die deutschen Maschinenbauer allerdings skeptisch: Für die kommenden zwölf Monate glaubt weniger als ein Drittel (30 Prozent) der Befragten an eine positive Wende der globalen Konjunktur. Diese Einschätzung schlägt sich auch in den Umsatzerwartungen nieder: Für die Gesamtbranche erwarten die befragten Maschinenbauer in 2016 erstmals seit Beginn der Erhebung einen leichten Umsatzrückgang (-0,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

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